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Einer meiner Lieblingssprüche, der mich schon länger begleitet. Als mir diese Karte in die Hände fiel war ich gerade gedanklich tief verstrickt in eine Situation, in der ich vermeintlich unfair behandelt worden bin. Schon seit einigen Tagen hing ich diesen Gedanken nach und ärgerte mich.
Beim Anblick der Karte hat es „klick“ gemacht. Will ich wirklich anderen Menschen die Macht darüber geben, mir mehrere Tage hintereinander zu versauen? Sicher nicht.
Die Liste an Beispielen, wo Menschen an unserem Schicksal schuld sein können, ist elendslang:
- Die Eltern, die irgendwann in frühester Kindheit irgendetwas falsch gemacht haben
- Ex-Partner und –Partnerinnen, die mich für die „Nachwelt“ versaut haben
- Der Chef oder die Chefin, die miese Laune haben
- Die Politik und das Weltgeschehen
- Eine Kündigung
- Unfaire Behandlung
- uvm.
Überall dort, wo wir mit anderen Menschen zusammentreffen, können wir verletzt werden, schlecht behandelt, übersehen, ausgelacht, ausgeschlossen, etc. Und wir haben genau zwei Möglichkeiten, damit umzugehen:
- Ich beschließe, dass diese Menschen schuld an meinem Unglück sind, auch Jahre und Jahrzehnte danach
- Oder ich übernehme die Verantwortung für mich selbst und mache weiter mit meinem eigenen Leben
Beispiel: du wurdest vom Ex-Partner betrogen. Du kannst nun noch Jahre später davon erzählen, wie schlimm das für dich war, warum du dich auf niemanden mehr einlässt und dass er oder sie dir das ganze Leben ruiniert hat. Damit gibst du automatisch der betreffenden Person die Macht darüber, wie DEIN Leben aussieht.
Die Alternative wäre, zu überlegen, wie du mit dieser Erfahrung weiterleben könntest, ohne die Macht abzugeben. In die Eigenverantwortung zu gehen und den für dich besten Weg heraus zu finden.
Die Schuld weiterhin hochzuhalten hält dich in der Opferrolle fest, die dich immer wieder daran erinnert, was dir wiederfahren ist und wie übel dir mitgespielt worden ist. Was macht das wohl mit deinem Selbstbild und mit deinem Gefühl zum Leben? Zu deiner eigenen Gestaltungsfreiheit?
Nichts Gutes.
Das Gute daran ist: du kannst dich jeden Tag neu dafür entscheiden, ob du wirklich die Macht über den Verlauf deines Lebens in fremde Hände legen willst. Es liegt ganz bei dir.